Weitaus mehr als nur „stumpfer Lärm“

Die Geschichte des Heavy Metal wird in der allgemeinen Musikgeschichte nicht selten stiefmütterlich behandelt oder gar komplett ignoriert. Dabei steckt hinter diesem für ungeübte Ohren mitunter unerträglichen Musikgenre mehr als der rabiate äußerliche Schein preisgibt. Nicht nur, dass Bands aus dem Bereich durchaus virtuos ihre Instrumente beherrschen und kompositorisch anspruchsvoll agieren, auch die heutzutage hohe Vielfalt verschiedener Stile innerhalb des ursprünglich engen Rahmen des Genres deutet auf die Fähigkeit und den Willen zu kontinuierlicher musikalischer Weiterentwicklung. Dieser Tatsache trägt mittlerweile auch vermehrtes akademisches Interesse am Heavy Metal, seiner Geschichte und seinen Ausprägungen Rechnung, so dass dieser Musikstil seinen verdienten Platz im Rampenlicht musikalischer oder gesellschaftlicher Forschung erlangt hat.
Während über die Herkunft des Begriffs „Heavy Metal“ gewisse Uneinigkeit herrscht, bestehen zumindest keine Zweifel daran, was dessen musikalische Markenzeichen sind: Schnell gespielte Gitarren, pumpende Bassgitarren, treibendes Schlagzeugspiel, markanter bis brutaler Gesang. Dabei versteht sich beinahe von selbst, dass hohe Lautstärke ein weiteres wesentliches Attribut ist.

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